Heise 04.03.2026
07:30 Uhr

heise+ | Custom-ROM GrapheneOS im Test: sicher, privat und trotzdem komfortabel


GrapheneOS lässt sich auf Pixel-Smartphones besonders datensparsam betreiben. Auf Wunsch bietet es auch Google-Dienste, legt die aber an die kurze Leine.

heise+ | Custom-ROM GrapheneOS im Test: sicher, privat und trotzdem komfortabel

In der jüngeren Vergangenheit hat sich GrapheneOS zu einem der beliebtesten Custom-ROMs entwickelt – und das, obwohl es ausschließlich für die Pixel-Smartphones von Google erhältlich ist. Es hat einen ausgezeichneten Ruf im Hinblick auf Datenschutz und Sicherheit. Die Graphene-Entwickler stopfen regelmäßig Sicherheitslücken im Betriebssystem und verringern mögliche Angriffsvektoren. Viele der Graphene-Patches finden später sogar Eingang in den offiziellen Quellcode von Android.

Das wesentliche Feature ist aber, dass GrapheneOS viel mehr Privatsphäre bietet als reguläre Android-Versionen und gleichzeitig weniger Funktionseinschränkungen mitbringt als andere Systeme: Während bei anderen Custom-ROMs so manche Homebanking-App streikt, Spiele oder Streamingdienste nicht starten, läuft Graphene (fast) wie ein offizielles Android von Google.

Dieser Spagat gelingt GrapheneOS mit einem genialen Kniff: Nach der Installation ist es zunächst Google-frei. Wer ein Maximum an Privatsphäre wünscht, belässt es dabei. Soll das Telefon dagegen kommerzielle Apps aus dem Google Play Store bestmöglich unterstützen, lassen sich die originalen Google-Play-Dienste installieren. Anders als bei fast allen anderen Custom-ROMs entfällt also der Umweg über die quelloffenen MicroG-Dienste, die Googles Play Services nachbilden.